Profil
Ende 2006 hat Angelika Stepken die Aufgabe übernommen, die Tradition des Künstlerhauses fortzuschreiben und zu aktualisieren. Mit einem veränderten Auswahlverfahren, einem eher projektorientierten Stipendium und einem höheren Vernetzungsgrad soll den Arbeitsbedingungen der jungen Künstlergeneration Rechnung getragen werden.
Die besondere Qualität des Villa Romana-Preises liegt heute in der Spanne zwischen seiner Exklusivität und seiner vielseitigen Vernetzung.
Die Villa Romana-Preisträger werden jährlich von wechselnden Juroren - renommierten Künstlern und Kunstvermittlern - benannt. Während des folgenden Stipendienjahres werden die Juroren begleitend zu Vorträgen und Workshops eingeladen. Im Unterschied zu anderen Künstlerhäusern bietet die Villa Romana ihren Preisträgern nicht nur einen bis zu zehnmonatigen Arbeitsaufenthalt und ein Stipendium, sondern die Möglichkeit zur Projektarbeit und Kooperation. Die Preisträger haben während ihres Aufenthalts in der Villa Gelegenheit, internationale Gäste (Künstler, Wissenschaftler oder andere Dialogpartner) für Kurzaufenthalte in der Villa vorzuschlagen. Diese Gäste erweitern das Spektrum der Diskussionen und Arbeitsprozesse im Haus und stellen sich in Veranstaltungen öffentlich vor.
Der Aufenthalt in der Villa Romana ist darüber hinaus verbunden mit der Vorbereitung einer Ausstellung in einem deutschen Museum oder einem Kunstverein, die den Arbeitsprozess der Preisträger vor Ort, bzw. dessen Ergebnisse dokumentiert. Sie wird begleitet von einer Publikation.
In der an kunsthistorischen Schätzen überreichen Stadt Florenz positioniert sich die Villa Romana als ein Forum zeitgenössischer Kunst, das mit Ausstellungen und verschiedenen Veranstaltungsformaten Dialoge mit dem Publikum vor Ort und Kooperationen mit interessanten Partnern initiiert.


