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Ausstellungen

25.05.                       12.06.2013

A Bed Is A Door#1: 
Chart for the Coming Times

Mariana Caló
Francisco Queimadela

Ein Projekt von Jacopo Mazzetti
kuratiert von Filipa Ramos 

Parallel zur Ausstellung wurde von 21 bis 9 Uhr ein Videoprogramm gezeigt.

Mariana Caló & Francisco Queimadela, Chart for the Coming Times (2012), Video (Still)


Ausstellungsansichten

Mariana Caló & Francisco Queimadela, Chart for the Coming Times (2012), Video (Still)

A Bed Is A Door ist ein Wanderprojekt, das der Künstler Jacopo Mazzetti als einen Raum entwickelt hat, um den Schlaf von Künstlern, Musikern und Forschern zu beherbergen und zu akkumulieren. Es soll das Potenzial luzider Träume anregen, eine Realität zu erfahren, die nicht von den Gesetzen der Physik bestimmt ist, und eine kleine, verborgene Tür zu jener urzeitlichen kosmischen Nacht öffnen, die die Seele war, lange bevor es ein bewusstes Ich gab, und die die Seele auch fernab dessen sein wird, was das bewusste Ich jemals wird erreichen können.

A Bed Is A Door #1 ist ein Gastbeitrag von Mariana Caló & Francisco Queimadela. Das Künstlerduo arbeitet mit verschiedenen Medien, vom Film bis zur Plastik, und hat das Projekt Gradations of Time over a Plane entwickelt, das sich aus unabhängigen, nichtsequentiellen Kapiteln zusammensetzt, die die symbolischen Erscheinungsformen des Zeitbegriffs in natürlichen und menschengemachten Szenarien erkunden.

Caló & Queimadela werden ihren Aufenthalt in der Villa Romana nutzen, um einen neuen Werkskorpus zu schaffen. In der Ausstellung werden sie eines ihrer jüngsten Kapitel präsentieren. Es trägt den Titel Chart for the Coming Times und besteht aus einem Video, einem Stapel von Drucken und einem handgemalten Buch. Beide Künstler fokussieren sich dabei auf die Idee einer Kommunikation in der Zeit, indem sie Konzepte absichtlicher und unabsichtlicher Zeitkapseln kombinieren und zu den Besonderheiten eines bestimmten Ortes in Beziehung setzen, hier den Kreidefelsen im Gebiet der Cuckmere-Mündung und der Seven Sisters in East Sussex, Großbritannien.

Parallel zur Ausstellungseröffnung werden - von der Dämmerung bis zum Morgengrauen – im Garten-Pavillon Filme und Videos gezeigt, die das hypnagoge Potenzial von Klang und Bild erkunden und eine traumartige Atmosphäre schaffen. Das Programm umfasst sowohl frühe Avantgarde-Projekte, Experimentalfilme und junge zeitgenössische Filme von Keiichi Tanaami, Oskar Fischinger und Jean Painlevé bis hin zu Stan Brakhage, Maya Deren und Jesse McLean.

Begleitet werden die Projektionen von einer Klangpartitur, die Matteo Nasini komponiert hat und - mit Unterstützung von Davide Stucchi - das Publikum an- und abschwellenden Infraschall-Klänge aussetzen wird.

Mariana Caló (*1984, Viana do Castelo) und Francisco Queimadela (*1985, Coimbra) arbeiten seit 2008 zusammen. Einzelausstellungen (Auswahl): Chart for the Coming Times, Rowing Projects, London (2012); The Springs of the Flood, Matador Projekt Raum, Berlin (2011); Gradations of Time over a Plane II & III, General Public, Berlin & Casa das Artes, Fundação Bissaya Barreto, Coimbra (2011). Gruppenausstellungen (Auswahl): A Entrevista Perpétua, Edifício Axa, Oporto (2013); BES Revelação, Fundação de Serralves, Oporto (2012) und Espaço BES, Lisbon (2013); Autofocus, General Public, Berlin (2011).

Jacopo Mazzetti
(* 1987, Mailand) studierte an der Akademie der Bildenden Künste von Brera (Mailand) mit Spezialisierung am Camberwell College in London. In seiner künstlerischen Praxis schafft er Szenarien, um Bewusstseinsebenen zu enthüllen und intime Zustände sowohl individuell wie kollektiv zu beschreiten. Seit 2011 betreibt er das Wanderprojekt A Bed Is A Door, mit dem er die Produktionsmöglichkeiten und das Auftauchen eines gemeinsames Innenraumes untersucht.

Matteo Nasini
(*1976, Rom) ist Künstler und Performer. Nasini überträgt seine musikalische Praxis in die Kunst und präsentiert Performances und Installationen, die Bild und Ton miteinander verknüpfen, wobei der Schwerpunkt auf Feldaufnahmen und dem Design von Blasinstrumenten liegt.

Davide Stucchi
(*1988, Mailand) ist ein Künstler, der an der Ausgestaltung von Kontexten arbeitet und seine Werke in einem Fluss präsentiert, in dem Wahrnehmungsperspektiven und Materialien sich dem Blick ständig erneuern.

Filipa Ramos
(*1978, Lissabon) ist Kunstkritikerin und lebt in London. Sie hat an verschiedenen Universitäten und Bildungseinrichtungen unterrichtet und lehrt gegenwärtig an der Fakultät für Bild- und Performancekünste der Universität von Venedig (IUAV) sowie im Master-Lehrgang zum Experimentalfilm der Kingston University in London. Ramos ist zur Zeit Kuratorin von Vdrome (www.vdrome.org). Sie ist ehemalige Mitherausgeberin der Manifesta Zeitschrift und ehemalige Kuratorin der Forschungsabteilung der dOCUMENTA (13). Sie war Gastkuratorin verschiedener öffentlicher und privater Kunsträume und schreibt regelmäßig für internationale Publikationen.

Vielen Dank an: Lo Schermo Dell’Arte Film Festival, Florenz; Studiolo, Schweiz; Nanzuka Underground, Japan; Francesca Bertolotti und Enrico Boccioletti.

www.schermodellarte.org
www.studiolo.ch
www.nug.jp

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