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Ausstellungen

14.02.                      29.03.2014

Villa Romana-Preisträger 2014

Ei Arakawa / Sergei Tcherepnin, Natalie Czech, Loretta Fahrenholz, Petrit Halilaj / Alvaro Urbano

Petrit Halilaj, Several birds fly away when they understand it (2013),
24 Collagen, Fotocopien/Zeichnungen auf Pappe, verschiedene Materialien, Vitrine aus Glas und Messing

Alvaro Urbano, Zeichnung auf Fensterglas, 2014 (Detail)

Loretta Fahrenholz, My Throat, My Air, 2013, HD-Video (18 Min.)

Natalie Czech, A poem by repetition by Hart Crane (2013),
2 C-Prints, gerahmt, jeweils 55,6 x 45,4 cm

Ei Arakawa & Sergei Tcherepnin, In Search of Queer Sound (2013)
Installationsansicht (Video, 20:10 min., Lautsprecher, Collage, Karton)

Die Ausstellungssaison 2014 beginnt mit der Präsentation der aktuellen Villa Romana-Preisträger, die soeben in Florenz eingetroffen sind: Ei Arakawa und Sergei Tcherepnin, Natalie Czech, Loretta Fahrenholz, Petrit Halilaj und Alvaro Urbano. Für zehn Monate, bis Ende November, beziehen sie die Atelierwohnungen an der Via Senese 68. Juroren für den Villa Romana-Preis 2014 waren die Künstlerin Jutta Koether und der Intendant der Bundeskunsthalle, Rein Wolfs.

Der 1977 in Fukushima geborene Ei Arakawa arbeitet seit fast einem Jahrzehnt international mit „instabilen“ Performances und Installationen. Die Handlungen basieren auf Kollektiven, Gleichzeitigkeit, Vorläufigkeit, Improvisation und reflektieren Vorgefasstes, Verwertetes, Historisches. Seit mehreren Jahren kooperieren Ei Arakawa und Sergei Tcherepnin (1981 in Boston geboren), der Komposition studierte und an den Schnittstellen von Klang, Skulptur und Theater arbeitet. Er war an der Soundings- Ausstellung im New Yorker Museum of Modern Art beteiligt, die im November zu Ende ging, und an der 55. Venedig Biennale. In der Ausstellung zeigen Arakawa und Tcherepnin einen neuen Film.

Natalie Czech, 1976 in Neuss geboren, untersucht in ihren fotografischen Arbeiten das Verhältnis von Bild und Text, wie sich die parallelen Zeichensysteme von Poesie und bildender Kunst ineinander verschieben, entdecken und verstecken. In der Villa Romana präsentiert sie Werke aus ihrer jüngsten Einzelausstellung I cannot repeat what I hear, die im Hamburger und Braunschweiger Kunstverein zu sehen war und in der Galerie Capitain Petzel in Berlin.

Petrit Halilaj, 1986 in Kostërrc im Kosovo geboren, und Alvaro Urbano, 1983 in Madrid geboren, wurden gemeinsam mit dem Villa Romana Preis 2014 ausgezeichnet. Halilajs künstlerische Arbeit – er studierte an der Brera Kunstakademie in Mailand – ist von seinen Kindheitserinnerungen im ländlichen Kosovo, von der Erfahrung des Kriegs, der Zerstörung und Vertreibung geprägt. Er bespielte im vergangenen Jahr den ersten Pavillon des Kosovo auf der Venedig Biennale. Alvaro Urbano studierte Architektur in Madrid, anschließend am Institut für Raumexperimente (UdK) in Berlin. Halilaj und Urbano stellen in der Ausstellung u.a. ihre neue Zeitschrift Kushtetuta vor.

Loretta Fahrenholz, 1981 in Starnberg geboren, arbeitet im Medium des Films. Sie untersucht die wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Bedingungen von Kunst- und Kulturproduktion und führt sie in artifiziellen, zum Teil zitierenden Filmszenen vor. Oft geht es um Dynamiken in bestimmten Milieus und wie sich diese Körper in einem größeren sozialen Kontext behaupten. In der Ausstellung ist Loretta Fahrenholz‘ jüngster Film My Throat, My Air (2013) zu sehen.

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