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Ausstellungen

22.05.                     30.05.2014

Giovanni Cioni

La rumeur du monde


Ausstellungsansichten

En vie et ou ça, 28. November, Foligno-Florenz

"In allen Filmen sind Filme, die wir noch nicht gemacht haben. Und dann gibt es das Leben. Im Leben stehen, wo. Die Welt, die Orte, an denen ich gelebt, oder die ich bereist habe; die Menschen, denen ich begegnet bin, mit denen ich gelebt habe, daraus besteht der Film meines Lebens. Nicht, weil mein Leben ein Film wäre (ich wüsste im Übrigen gar nicht, welchen Titel ich diesem hypothetischen Film über mein Leben geben sollte, vielleicht wäre es ja eine musikalische Komödie) – sondern weil mir bewusst ist, dass Filme machen für mich einen Versuch darstellt, die Welt zu leben, sie zu erreichen ... mich in die Rumeur du monde hinein zu begeben." (Giovanni Cioni)

Erstmals werden in der Villa Romana neben Giovanni Cionis – auf internationalen Festivals ausgezeichneten – Spielfilmen auch seine sogenannten Stummfilme zum Hören in einer Ausstellungsinstallation gezeigt. Sie stellen die Recherche und Ressource dar, aus der sich filmische Topografien strukturieren, Figuren zur Narration finden und versteckt Reales zur Anschauung kommt.

Giovanni Cioni, in Paris geboren, hat lange Zeit in Brüssel gelebt und seit nunmehr zehn Jahren im Mugello bei Florenz ansässig. Cioni schafft in seinen Filmen ein einzigartiges Kino des Realen, indem er Lebensgeschichten thematisiert und diesen Raum gibt. Er generiert eine Realität, die erst im Film Wirklichkeit wird und diese zugleich transformiert.

La rumeur du monde ist täglich ab 14 Uhr geöffnet und wird von Lesungen und Gesprächen begleitet. Um 21:30 Uhr werden Spielfilme im Garten der Villa Romana gezeigt, darunter erstmals Florenz Gli Intrepidi (2012) und Nous Autres (2003). Giovanni Cioni ist während der gesamten Laufzeit der Veranstaltung anwesend.


Programm

Donnerstag, 22. Mai
20.00 Uhr
Eröffnung
20.30 Uhr
Lecture Silvia Guasti
21.00 Uhr
Buffet
21.30 Uhr
Nous Autres (2003), it., 72 Min.
Produktion Qwazi qWazi filM, Iota Productions, Dito’Dito (Brüssel). Filmvertrieb in Belgien: CINELIBRE (Dezember 03). Geschrieben mit Nedjma Hadj. Festivals: Festival International du Film Francophone, Namur, internationaler Wettbewerb; Internationales Dokumentar- und Kurzfilmfestival Bilbao, internationaler Wettbewerb; Visions du Réel, Nyon, internationaler Wettbewerb; Rencontre de Douarnenez; Barcelona.

Freitag, 23. Mai
21.30 Uhr
In Purgatorio (2009), it., 69 Min.
Produktion: Teatri Uniti (Neapel) Zeugma Films (Paris) Qwazi qWazi filM (Brüssel) Publikumspreis auf dem 50. Festival dei Popoli, Florenz, November 2009; Preis Patrimoine de l’Immatériel, Cinéma du Réel, Paris, April 2010;  Preis FEMIS TITRA, Terra di Cinema, Tremblay, April 2010; Preis Casa Rossa Doc - Besondere Erwähnung, Bellaria Film Festival, Juni  2010; im Wettbewerb des Salina Doc Festival, September 2010; im Wettbewerb des DOC IT Professional Award; Memoria - Besondere Erwähnung, Visioni Fuori Raccordo Film Festival, Rom, November 2010, Filmer à Tout Prix, Brüssel, 2011.

Samstag, 24. Mai
21.30 Uhr
Gli Intrepidi (2012), it. / mit englischen Untertiteln, 90 Min.
Produktion: Quarto Film (Mailand) und RAI3 FUORIORARIO, RAI CINEMA und TOSCANA FILM COMMISSION – Voraufführung - Cinema Corsaro, Giornate degli Autori, Filmfestspiele von Venedig, September 2012; Filmmaker Festival, Mailand, Dezember 2012

Montag, 26. Mai
21.30 Uhr
Per Ulisse (2013), it. / mit französischen Untertiteln, 90 Min.
Produktion: Teatri Uniti (Neapel), Zeugma Film (Paris), mit Unterstützung des Filmfonds der Region Toskana, des Centre National de la Cinématographie (Paris), der Bourse Brouillon d’un reve der SCAM (Paris), und DOC OUTLOOK – Visions du Réel. Preis des internationalen Wettbewerbs und Preis CGHomevideo – Cinemaitaliano auf dem Festival dei Popoli, Florenz, Dezember 2013, Besondere Erwähung auf dem Festival Cinema dei Diritti Umani, Neapel, Dezember 2013; Bester Film - Documentiamoci Film Festival, Ceccano, Januar  2014; im internatinalen Wettbewerb von Visions du Réel, Nyon, April 2013; Ânûû-rû âboro - Festival International du Cinéma des Peuples, Neukaledonien, November 2013; Etats généraux du cinéma documentaire, Lussas August 2013; Terra di Cinema, Tremblay. Paris, März 2014

Dienstag, 27. Mai
19.00 Uhr
Gespräch mit Silvio Grasselli (Kritiker/Cinematograph) / Un atlante per Ulisse
21.30 Uhr
Nous Autres

Mittwoch, 28. Mai
21.30 Uhr
In Purgatorio

Donnerstag, 29. Mai
19.00 Uhr
Gespräch mit Paolo Russo (Redakteur La Repubblica)
21.30 Uhr
Gli Intrepidi

Freitag, 30. Mai
21.30 Uhr
Per Ulisse

Die Installation La rumeur du monde ist eine räumliche Präsentation von verschiedenen Werkfragmenten. Es handelt sich um "Stummfilme zum Hören", gedreht in Super 8 oder in 16 mm in den Strassen von Bombay, Lissabon und Brüssel in den 80er und 90er Jahren. Wie in einem Triptychon, das für diese Gelegenheit erarbeitet wurde, werden sie gleichzeitig auf drei Wände im Raum projiziert, um eventuelle oder unerwartete Übereinstimmungen zu schaffen.

Rumeur du monde#1
Ein Stummfilm zum Hören, der in den 1990er Jahren in Bombay und in den Dünen der belgischen Künste gedreht wurde. Bis ans Ende einer Super 8-Spule und wieder von Anfang – eine dreiminütige Fahrt mit einem Motortaxi in Bombay. Am Ende, ein Mann erwacht an einem Strand, in einem Stummfilm, so als ob alles beginnen müsste.
 
Rumeur du monde#2
Ein Mann spaziert endlos auf Gleisen. Die Welt. Mit Barbara Manzetti und Christian Olivier. La Menagerie de Verre (Paris), la Balsamine (Brüssel), L’Usine (Genf), Rencontres Internationales Paris Berlin 2001, Situaciones 2001, Cuenca.
 
Prima di Napoli
Am 7. Dezember 2009 für das Projekt NAPOLI 24 gedreht, inspiriert von einem Traum eines neapolitanischen Freundes. Eine regungslose, schwindelerregende Vision der Zeit, 24 Stunden einer Stadt. Produktion: Teatri Uniti (Neapel).

Témoins Lisbonne#1 (L'invisible)
Ortsbesichtigung für einen Film, dessen Geschichte ich noch nicht kannte. Ich war in dieser Stadt, Lissabon, und ich wurde Vater. Vielleicht es ist nur der Film, der bleibt - von der Tatsache im August 2000 in Lissabon zu sein. Fragmente von Geschichten, wie Stimmen, die durch die Menge der Passagiere dringen. Flaschenpost. L´invisible, der Unsichtbare: ein verschwundener junger Mann, ein Bahnmörder, dessen Flucht im Bahnhof Rossio endete, er ist es, der in diesem Bahnhof filmt.

Témoins Lisbonne#2
Mit Barbara Manzetti, Sofie Kokaj, David Nunez, Marion Gizard, Marta Wengorovius, Produktion Qwazi qWazi filM und Ou Nul Cinema, mit Unterstützung von RE.AL (Lissabon).

Sans fin Tyresias
Drei Ausschnitte einer unveröffentlichten Arbeit, mit Barbara Manzetti und Mrad Ammar. Gedreht in der Pariser Métro, wurde sie für die Ausstellung als Triptychon gestaltet. Drei Versuche, auf der Welt zu sein.

Relatos breves #3
Stücke für ein Ensemble mit sechs Elementen von Juan Carlos Tolosa.

www.giovannicioni.org

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