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JUROREN

2016

Bettina Steinbrügge
Seit Januar 2014 Direktorin des Hamburger Kunstvereins

Bettina Steinbrügge, 1970 in Ostercappeln (Niedersachsen) geboren, hat von 1998 bis 2001 am Kasseler Kunstverein und in 2000 für die 4. Werkleitz Biennale gearbeitet. Von 2001-2007 war sie künstlerische Leiterin der Halle für Kunst Lüneburg. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin im Leitungsteam des Kunstraums der Universität Lüneburg realisierte sie im Rahmen der EU-Projekte transform und translate mehrere Ausstellungen, anschließend lehrte sie ab 2009 im postgradualen Masterprogramm des CCC an der Haute École d’Art et de Design in Genf. Bis Herbst 2011 kuratierte Bettina Steinbrüche auch für La Kunsthalle Mulhouse, wo sie die Ausstellungen The End of the World as we know it, L’Idée de Nature und eine Soloausstellung mit Seb Patane realisierte. Seit 2007 ist Steinbrügge zudem Mitglied des Programmteams des Forum Expanded der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale). Im Winter 2010 wurde Steinbrügge als Kuratorin für zeitgenössische Kunst an das Wiener Belvedere berufen, wo sie im Team das Profil des neuen 21er Haus formte.


Katharina Grosse

Künstlerin und Professorin für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf

Katharina Grosse, 1961 in Freiburg geboren, lebt in Berlin. 1992 war sie Villa Romana-Preisträgerin. Grosse studierte an den Kunstakademien Münster und Düsseldorf bei Norbert Tadeusz und Gotthard Graubner. Von 2000 bis 2010 war sie Professorin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Katharina Grosse verwendet für ihre Malerei eine mit Kompressor betriebene Spritzpistole. Die ersten Wandarbeiten in dieser Technik schaffte Grosse 1998 als Beitrag zur Biennale of Sydney und im selben Jahr in der Kunsthalle Bern. In den Folgejahren besprayte Grosse größere Flächen, die sich ab 2001 auch im Außenraum fortsetzen. Werke von Katharina Grosse befinden sich unter anderem in Museumssammlungen wie dem Centre Georges Pompidou, Paris, im Kunsthaus Zürich, im Kunstmuseum Bonn, in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, München, im Museo Serralves, Porto, im Sprengel Museum Hannover, De Pont Museum, Tilburg oder der Gallery of Modern Art, Queensland.

2015

Susanne Weiß
Direktorin des Heidelberger Kunstvereins

Susanne Weiß, 1976 in Berlin geboren, studierte Museumskunde an der HTW Berlin und ist künstlerische Direktorin des Heidelberger Kunstvereins. Weiß war in internationalen Kunstinstitutionen wie der Royal Academy in London, dem Ashmolean Museum in Oxford und dem Israel Museum in Jerusalem tätig und leitete 2007 bis 2008 das Kunsthaus Dresden – Städtische Galerie für Gegenwartskunst. Zu ihren Ausstellungsprojekten in Dresden gehören u.a. Kopfkino und Under Influence. Ende 2008 realisierte sie mit Ulf Aminde das performative Projekt Ruhe und Ordnung bei JET in Berlin. Von 2009 bis 2010 war sie als Robert Bosch Kulturmanagerin für das Goethe-Institut Golf Region am Sharjah Museums Department im Emirat Sharjah tätig. Susanne Weiß ist Mitglied des RealismusStudio der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst in Berlin.


Discoteca Flaming Star (Cristina Gómez Barrio, Wolfgang Mayer)
Künstler und Professoren für Bildende Kunst/Intermediales Gestalten an der Kunstakademie Stuttgart

Die Künstlergruppe Discoteca Flaming Star wurde 1998 von Cristina Gómez Barrio und Wolfgang Mayer gegründet. Discoteca Flamig Star lehrt am Lehrstuhl für das Fach Bildende Kunst/Intermediales Gestalten (IMG) an der Kunstakademie Stuttgart. Cristina Gómez Barrio, 1973 in Alhambra (Spanien) geboren, studierte Bildende Kunst in Madrid, München und Berlin. Sie nahm 2003 an dem Artist in Residence-Programm des International Studio and Curatorial Program (ISCP), New York, teil und war von 2005 bis 2006 Stipendiatin des Whitney Independent Study Program in New York. Wolfgang Mayer, 1967 in Wertach geboren, hat an der Akedemie der Bildenden Künste in München studiert und absolvierte ein Stipendium an der Sommerakademie Salzburg in der Klasse von Nan Goldin. Von 1996 bis 1997 war er Teilnehmer des DAAD-Stipendiums an der School of Visual Arts in New York. Ihre gemeinsamen Installationen und Performances waren u. a. zu sehen im Artists Space, Whitney Museum, The Kitchen (alle New York), Museum Moderner Kunst (Wien), Centro de Arte 2 de Mayo (Madrid), Galerie Freymond-Guth (Zürich), Tate Modern (London).

2014

Jutta Koether
Künstlerin und Professorin an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg

Jutta Koether, 1958 in Köln geboren, ist eine deutsche Malerin, Performancekünstlerin, Musikerin, Schriftstellerin, Kritikerin und Theoretikerin, die in Berlin und New York arbeitet und lebt. Koether war Redakteurin und (ab 1985) Mitherausgeberin des Musik- und Popkultur-Magazins Spex. Sie ist Rezensentin und Mitarbeiterin zahlreicher Zeitschriften wie Texte zur Kunst, FlashArt und ArtScribe. Koethers Werk umfasst eine Vielzahl von Aktivitäten wie Malerei, Performance, Film und Musik; auch ihre politischen und publizistischen Aktivitäten werden von ihr als Teil ihrer künstlerischen Praxis betrachtet: Sie bezeichnet sich selbst als painter, performer, participant und arbeitet häufig in Gemeinschaftsprojekten mit anderen Künstlern, z. B. mit den Sonic Youth-Musikern Kim Gordon und Thurston Moore sowie mit Steven Parrino. Koether ist auch als Dozentin tätig und hatte Lehraufträge an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg, der School of Visual Arts, New York, der Hochschule der Künste, Berlin, am Bard College, New York und an der Cooper Union, New York. Seit 2010 ist sie Professorin für Malerei / Zeichnung an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg.

Rein Wolfs
Intendant der Bundeskunsthalle Bonn

Rein Wolfs ist seit 1. März 2013 Intendant der Bundeskunsthalle Bonn. Zuvor, seit Januar 2008, war Rein Wolfs (1960) als Intendant der Kunsthalle Friedericianum und zwischen 2002 und 2007 als Direktor der Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam tätig. In 2003 hat er den Niederländischen Pavillon bei der Biennale in Venedig kuratiert. 1996-2001 war er der erste Direktor der Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich, wo er auch die Zeitschrift Material (1999) gründete. Zu seinen wichtigsten Ausstellungen gehören diese mit: Douglas Gordon, Maurizio Cattelan, Angela Bulloch und Cady Noland beim Migros Museum und Retrospektiven mit Bas Jan Ader und Rirkrit Tiravanija sowie die Ausstellungen mit Urs Fischer und Erik van Lieshout beim Museum Boijmans Van Beuningen. In der Kunsthalle Fridericianum kuratierte er Ausstellungen mit Pawel Althamer und Meschac Gaba, Klara Lidèn, Latifa Echakhch, Daniel Knorr, Cyprien Gaillard und Navid Nuur. Rein Wolfs ist Mitglied von verschiedenen internationalen Gremien und publiziert regelmäßig.

2013

Janneke de Vries
Direktorin der Gesellschaft für Aktuelle Kunst (GAK), Bremen

Janneke de Vries, 1968 geboren, studierte Kunstgeschichte, Neuere Deutsche Literaturgeschichte und Europäische Ethnologie an den Universitäten Marburg und Hamburg. Bereits während des Studiums war Janneke de Vries freie Mitarbeiterin am MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main und veröffentlichte als Kunstkritikerin in der Frankfurter Rundschau sowie in den Magazinen artist (Bremen) und Bildende Kunst. Von 1999 bis 2003 war de Vries Chefredakteurin des Kunstmagazins artkaleidoskope in Frankfurt am Main. Nach freien kuratorischen Projekten und einer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Yilmaz Dziewior im Kunstverein in Hamburg übernahm sie 2006 die Leitung des Kunstvereins Braunschweig. Seit 2008 ist sie Direktorin der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst in Bremen und freie Kritikerin u.a. bei den Kunstmagazinen artist und Texte zur Kunst.

Ulrike Grossarth
Künstlerin und Professorin an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden

Ulrike Grossarth, 1952 geboren, studierte Tanz an der Else-Lang-Schule in Köln und an der Folkwang Hochschule in Essen. Dort gründete sie eine Zweigstelle der Free International University. Sie war Gastprofessorin an verschiedenen Hochschulen und hat seit 1998 eine Professur für Übergreifendes künstlerisches Arbeiten an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1997 war sie mit der Arbeit BAU I auf der documenta X vertreten. 2009 wurde Ulrike Grossarth mit dem Käthe Kollwitz-Preis der Akademie der Künste, Berlin, ausgezeichnet. In ihren bildnerischen und plastischen Werken, in Tänzen, Solostücken und Videofilmen, Zeichnungen, Performances und Seminaren widmet sich Ulrike Grossarth immer wieder den Fragen nach Körper und Raum sowie dem Verhältnis von materiellem Umfeld und handelnden Menschen. 


2012

Antje Majewski
Künstlerin und Professorin an der Muthesius Kunsthochschule Kiel

Antje Majewski (1968 geboren) ist Malerin, Videokünstlerin und Fotografin und hat seit 2010 eine Professur für Malerei an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel inne. Sie studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie in Köln, Florenz und Berlin, bevor sie sich in den 90er Jahren auf die künstlerische Arbeit konzentrierte. Das Kunsthaus Graz widmete ihr im Winter 2011/12 eine große Einzelausstellung unter dem Titel Die Gimel-Welt. Wie man Objekte zum Sprechen bringt. Zuvor hatte Antje Majewski Einzelausstellungen u.a. im Salzburger Kunstverein (2008), in der Kunsthalle Basel (2001) und in der Galerie neugerriemschneider, Berlin.

Anja Nathan-Dorn
Professorin für kuratorische Theorie und dramaturgische Praxis an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe

Anja Nathan-Dorn (1971 geboren) leitete von 2007 bis 2011 gemeinsam mit Kathrin Jentjens den Kölnischen Kunstverein. In dieser Zeit widmete sie KünstlerInnen wie Nora Schultz, Olivier Foulon, Omer Fast, Stephen Prina oder Kerstin Brätsch & DAS INSTITUT Einzelausstellungen. Davor war sie in Köln als freie Kritikerin (Frieze, Texte zur Kunst, Metropolis M) und als Kuratorin tätig. Anja Nathan-Dorn studierte Kunstgeschichte, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften und Volkswirtschaftslehre in Köln und Florenz.

2011

Kathrin Rhomberg
Leiterin der Kunstsammlung der Erste Group, Wien

Die Kunsthistorikerin Kathrin Rhomberg, 1963 in Bludenz geboren, ist die Leiterin der Kunstsammlung der Erste Group. 2010 hat Rhomberg die 6. Berlin Biennale kuratiert. Von 2002 bis 2007 war sie Direktorin des Kölnischen Kunstvereins und hat parallel gemeinsam mit Marion von Osten das von der Kulturstiftung des Bundes initiierte Projekt Migration geleitet. Sie ist gemeinsam mit Maria Hlavajova Gründungsdirektorin von Tranzit, einer langfristigen Initiative der Erste Bank Gruppe zur Förderung zeitgenössischer Kunstprojekte in Zentraleuropa, die seit 2002 besteht. Im Jahr 2000 war sie Co-Kuratorin der Manifesta 3 – Europäische Biennale für zeitgenössische Kunst, Ljubljana. Von 1990 bis 2001 war sie Kuratorin und Leiterin des Ausstellungsbüros Secession in Wien.

Willem de Rooij
Künstler und Professor für Freie Bildende Kunst an der Städelschule, Frankfurt

Willem de Rooij, 1969 in Beverwijk in den Niederlanden geboren, lebt in Berlin und lehrt an der Städelschule in Frankfurt. 2010/2011 bespielte er den Mies van der Rohe-Bau der Neuen Nationalgalerie in Berlin mit einer Einzelausstellung. Bis zum Tode von Jeroen de Riijke 2006 arbeiteten beide Künstler zwölf Jahre lang zusammen an 35- und 16-Milimeter-Filmen, Photographien, Objekten, Installationen und Drucken. Ihre gemeinsamen Arbeiten analysieren die Konventionen der Präsentation und Repräsentation und erforschen das Spannungsverhältnis zwischen sozial und politisch orientierter sowie autonomer Bilderproduktion. Das MAMbo in Bologna und die Kunstsammlung NRW widmeten ihrem Werk in 2008 große Ausstellungen. 2005 vertraten de Riijke / de Rooij die Niederlande auf der Biennale von Venedig.

2010

Rita McBride
Künstlerin und Professorin an der Kunstakademie Düsseldorf

Die Bildhauerin Rita McBride, 1960 in Des Moines / Iowa geboren, ist seit 2003 Professorin an der Kunstakademie Düsseldorf. Nach ihrem Abschluss am Bard College, New York im Jahr 1982 setzte sie ihre künstlerische Ausbildung am California Institute of the Arts fort. 1991/92 war sie Stipendiatin an der American Academy in Rom, 1999 lud das Berliner Künstlerprogramm des DAAD sie nach Berlin. Von 1999 bis 2000 hatte McBride eine Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste München und an der École nationale supérieure des beaux-arts in Paris inne. Seit Ende der 80er Jahre stellt sie international aus, u.a. im Museum Abteiberg Mönchengladbach (2008), Kunstmuseum Liechtenstein (2002), in der Wiener Secession (2000) und im Rahmen der Berlin Biennale 2008.
www.ritamcbride.net

Dr. Susanne Gaensheimer
Direktorin des Museumus für Moderne Kunst in Frankfurt/M

Dr. Susanne Gaensheimer, 1967 in München geboren, ist Direktorin des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt/Main. Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte in München und Hamburg absolvierte sie 1995-1996 das Independent Study Programme des Whitney Museum of American Art in New York. Nach einem wissenschaftlichen Volontariat an der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München (1998-1999), während dem sie u.a. die Ausstellung Geschichten des Augenblicks mit Douglas Gordon, Steve McQueen, Tacita Dean, Stan Douglas und anderen kuratierte, war Gaensheimer von 1999 bis 2001 Direktorin am Westfälischen Kunstverein Münster, anschließend bis 2008 Sammlungsleiterin und Kuratorin für Gegenwartskunst in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München. 


2009

Susanne Titz
Direktorin des Museum Abteiberg in Mönchengladbach

Susanne Titz ist seit Oktober 2004 Direktorin des Museum Abteiberg in Mönchengladbach, das nach umfangreichen Sanierungsarbeiten mit einer Neuordnung der Sammlungsbestände 2007 wiedereröffnet wurde. 1964 in Stolberg geboren, studierte Susanne Titz Kunstgeschichte, Geschichte, Sprach- und Literaturwissenschaften in Köln, Hamburg und Bonn und beendete ihr Studium mit einer Magisterarbeit über den Einfluss des Strukturalismus auf die US-amerikanische Kunst der 1960er und 1970er Jahre. Im Anschluss war sie Stipendiatin der Ludwig-Stiftung für internationale Kunst und Verständigung in New York. Seit 1997 leitete sie den Neuen Aachener Kunstverein, der 2000 den Adam Elsheimer-Preis für herausragende Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramme europäischer Kunstvereine erhielt. Zu ihren Aachener Projekten zählten frühe Einzelausstellungen von Franz Ackermann, Fiona Banner, William Engelen, Morgan Fisher, Anne-Mie Van Kerckhoven, Rita McBride, Lucy McKenzie, Jonathan Meese, Anselm Reyle, Andreas Siekmann, Catherine Sullivan, Corinne Wasmuht u.a.m. sowie viele interdisziplinäre Konzepte: Valie Export.Psycho-Prognose (1998), Modell, Modell... (2000; mit Björn Dahlem, Christian Jankowski, Peter Piller, Daniel Roth, Edwin Zwakman u.a.), Wiederaufnahme/Retake (2001; mit Dave Allen, Andrea Bowers, Annika Eriksson, Rodney Graham, Christian Marclay, Hans Niehus, Adrian Piper, Slave Pianos).

Eran Schaerf
Künstler

Eran Schaerf, 1962 in Tel Aviv geboren und seit 1985 in Berlin lebend, kreiert in seinen Arbeiten Texturen, die historische und gegenwärtige politische Phänomene sowie individuelle und persönliche Erfahrungen verweben. Versatzstücke aus Philosophie, Architekturgeschichte und Design finden Eingang in seine Narrationen, die sich unterschiedlichster Medien bedienen. Wiederholt verwendet er das Prinzip des Re-enactments, wodurch sich unterschiedliche Zeit- und Erzählebenen wie Sedimente übereinander schichten und Vorausgegangenes neu beleuchten. Eran Schaerf war an zahlreichen internationalen Ausstellungen beteiligt, so der documenta 9 (1992), Sonsbeek `93 in Arnheim, der Manifesta 2 in Luxemburg und den skulptur projekten münster 2007. Schaerf studierte Architektur und Städtebau sowie Video und Fotografie. Seit Mitte der neunziger Jahre arbeitet Eran Schaerf auch mit der Philosophin Eva Meyer zusammen und zwar vor allem an der Produktion von Hörspielen und Filmen. In der tonlosen Filmversion Europa von weitem (1999) bspw. zeigen sie alltägliche Szenen in unterschiedlichen Städten Europas , die in einer dritten Version mit einem gleichnamigen Hörspiel verbunden werden, das ohne Kenntnis der Filmbilder komponiert wurde und in der synchronen Wahrnehmung Synergien hervorruft. 


2008

Ayse Erkmen
Künstlerin

Die Künstlerin Ayse Erkmen, 1949 in Istanbul geboren, lebt in Istanbul und Berlin. 1993 erhielt sie das Stipendium des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, seit 1998 lehrte sie als Gastdozentin an der Gesamthochschule Kassel, ab 2000 als Gastprofessorin an der Städelschule in Frankfurt/M. Ayse Erkmen ist mit ihren – oft temporären – künstlerischen Eingriffen international renommiert und nahm u.a. an verschiedenen Ausgaben der Istanbul Biennale, an der Manifesta 1 in Rotterdam (1996), der Kwangju Biennale (2000) und der Berlin Biennale (2001) teil. Spektakulär war ihr Beitrag zu den Skulptur Projekten Münster 1997 und ihr Projekt Shipped Ships (2001) der Deutschen Bank in Frankfurt/M. Einzelausstellungen wurden Ayse Erkmen u.a. im Palais des Beaux Arts in Brüssel (2004) und in der Secession Wien (2002) eingerichtet.

Dr. Beatrice von Bismarck
Kunsthistorikerin und Professorin für Kunstgeschichte und Bildwissenschaft an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HfGB), Leipzig

Dr. Beatrice von Bismarck, lebt in Leipzig und Berlin, promovierte am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin. Von 1990 bis 1993 war sie als Leiterin der Abteilung 20. Jahrhundert im Städelschen Kunstinstitut, Frankfurt/M tätig. Während ihrer Lehre an der Universität Lüneburg (1993 bis 1999) begründete sie den Kunstraum der Universität Lüneburg mit und leitete ihn. Seit 2000 ist Beatrice von Bismarck Professorin für Kunstgeschichte und Bildwissenschaft an der HfGB Leipzig sowie Programmleiterin der Hochschulgalerie, seit 2003 zudem Prorektorin. Im Zentrum ihrer Arbeitsweise stehen Theorie und Praxis verbindende Ansätze kultureller Produktion. Zu ihren aktuellen Untersuchungsgebieten zählen der künstlerische Arbeitsbegriff, die ästhetischen, sozialen und politischen Potentiale kuratorischen Handelns, die Konsequenzen der Globalisierung für das kulturelle Feld und die Funktionen des postmodernen Künstlerbilds.