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Vorschau

15.02.                     22.03.2019

Villa Romana-Preisträger 2019
KAYA, Marcela Moraga, Christian Naujoks, Rajkamal Kahlon

Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, den 15. Februar um 19 Uhr,
laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung


 3-Kanal-Video/Audio, 113 min

Performance im KAMP KAYA, Kunsthaus Bregenz, 2015
Foto: Uli Holz


Zu Beginn ihres zehnmonatigen Aufenthalts in Florenz stellen sich die Villa Romana-Preisträger 2019 mit neuen Arbeiten vor. Die KünstlerInnen KAYA (Kerstin Brätsch und Debo Eilers), Marcela Moraga, Christian Naujoks und Rajkamal Kahlon wurden von der Künstlerin Maria Thereza Alves und Eva Birkenstock, Direktorin des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf als Villa Romana-Preisträger 2019 nominiert.


KAYA ist ein 2010 initiiertes, gemeinschaftliches Projekt von Kerstin Brätsch und Debo Eilers. Beide Künstler arbeiten sowohl eigenständig wie in kollaborativen Projekten. Während Kerstin Brätsch mit der Malerei als einem wandelbaren und körperbezogenen Medium operiert, arbeitet Debo Eilers eher mit skulpturalen Spannungsverhältnissen. KAYA versteht sich als ein kumulatives Projekt: jede neue Manifestation ist auf allen vorhergehenden Ausführungen der Kollaboration aufgebaut. Arbeiten von KAYA waren 2018 in der Fondazione Memmo in Rom zu sehen. 2017 stellte KAYA im Museum Brandhorst in München aus und gab dazu einen Workshop im Museo Madre in Neapel. 2015 organisierte KAYA das KAMP KAYA in der KUB Arena des Kunsthauses Bregenz.

Marcela Moraga studierte in Chile und Deutschland und lebt heute in Berlin. Sie arbeitet mit Performances, Video und Installationen über die Ordnung von und die Bewegung in öffentlichen Räumen sowie das Verhältnis von Kultur und Natur. Sie fokussiert sich dabei auf ephemere, undefinierte Räume, um dort Beziehungen zu aktivieren. Moraga arbeitet auch mit Textilien, die sie als verwobene Räume begreift und die als Objekt, Architektur oder zweidimensionales Bild gelesen werden können. Sie hatte Einzelausstellungen in Berlin, Santiago de Chile und Hamburg und nahm an zahlreichen Gruppenausstellungen in Frankreich, Deutschland, Holland, Brasilien, Chile, Ägypten und Südkorea teil.

Christian Naujoks ist Soundkünstler und Komponist. Er studierte in Leipzig und Weimar und tritt sowohl in Ausstellungen als auch mit Performances und Konzerten auf. Dabei kooperiert er oft mit anderen Künstlern, wie 2018 mit Ei Arakawa und Sarah Chow im Kunstverein in Düsseldorf oder in 2017 mit Ei Arakawa und Dan Poston bei den Skulptur Projekten Münster. Naujoks arbeitet in seinen Kompositionen mit der Mimikry von Prototypen, die er in neue Zusammenhänge bringt, seien es solche der ernsten Musik oder des Pop, der Modernisten oder Romantiker.

Rajkamal Kahlon lebt nach einem Studium in Kalifornien und New York heute in Berlin. Kahlon zitiert und überzeichnet historische Druckgrafiken aus der kolonialen Propaganda, Ethnografie und Rassenkunde. Mittels Freistellungen, Vergrößerungen und zusätzlicher Details seziert sie deren einst illustrative Funktion und rehabilitiert so Körper, Geschichten und Kulturen, die vergewaltigt oder ausgelöscht wurden. Das Weltmuseum Wien lud sie 2017 zu der gerade beendeten Einzelausstellung Staying with Trouble ein, mit der sie die fotografischen Sammlungsbestände interpretierte. Der Titel der Ausstellung verweist auf die Biologin und Wissenschaftsphilosophin Donna Haraway, deren Werk Kahlon in ihrem Arbeitsprozess beeinflusst hat.


Der Villa Romana-Preis wird jedes Jahr an vier Kunstschaffende mit herausragender künstlerischer Qualität verliehen, die in Deutschland leben. Ihnen steht ein Studio-Apartment im Künstlerhaus Villa Romana in Florenz zur Verfügung und sie erhalten ein Stipendium. Am Ende ihres Aufenthalts konzipieren sie gemeinsam eine Publikation.

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