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Vorschau

20.03.2019

Lesung, Film, Gespräch

Karolin Meunier

Mittwoch, 20. März, 19 Uhr

Lesung von Karolin Meunier aus A Commentary on "Vai Pure" by Carla Lonzi

Filmvorführung von Scuola Senza Fine (Adriana Monti, 1983)


 3-Kanal-Video/Audio, 113 min

Filmstill, Adriana Monti, Scuola Senza Fine, 1983


Material der Lesung sind die Transkriptionen einer von Karolin Meunier initiierten Gesprächsreihe mit verschiedenen Personen. Ausgangspunkt für diese ist der Dialog Vai Pure (Scritti di Rivolta Femminile, Mailand 1980) zwischen der italienischen Kunstkritikerin und Feministin Carla Lonzi und ihrem Partner, dem Bildhauer Pietro Consagra. Im Zuge einer fortlaufenden Lesung und Übersetzung aus dem Italienischen ins Englische entsteht ein neues, den Originaltext kommentierendes Gespräch, das den historischen Kontext von Lonzis Buch ebenso mitreflektiert wie dessen unterschiedliche Lesarten heute.

Der anschließend gezeigte Film Scuola Senza Fine (Schule ohne Ende, 1983, 40 Min., IT) von Adriana Monti ist ein wichtiger Referenzpunkt dieser Recherche. Die Dokumentation einer Gruppe von Frauen, die ihre Geschichten erzählen, gleicht einer Form des Zuhörens. Der Film zeigt, wie das pädagogische Experiment der 150-Stunden-Kurse in Italien die Leben der teilnehmenden Frauen beeinflusst hat: die Frage nach der Repräsentation von Frauen im Lehrplan wurde zur Frage nach ihrer eigenen Repräsentation (siehe auch Cinenova Distribution).


Karolin Meunier ist Künstlerin und Autorin in Berlin. Sie unterrichtet an der Akademie der Bildenden Künste München. Ihre Performances, Texte und Videoinstallationen verhandeln den sprachlichen Zugriff auf Erfahrung durch kulturelle Praktiken wie etwa in Übersetzungsprozessen, Gesprächen oder Lerntechniken. Der Aufenthalt in Florenz dient der Arbeit an ihrem Buch A Commentary on "Vai Pure" by Carla Lonzi, das im Herbst bei b_books und Archive Books in Berlin erscheinen wird.

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