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Vorschau

01.06.                     23.08.2019

Untersuchung ... von was ...
Paola Fabiani, Janet Mullarney

Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, den 31. Mai um 19.30 Uhr
laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung


rosa murales

Janet Mullarney, Fury (2018), Keramik, Nägel; Paolo Fabiani, Pulcinella (2017), Kühlschrank,Gips, Holz, Eisen


Mit der Ausstellung von Paolo Fabiani und Janet Mullarney verwandelt sich der Glaspavillon im Garten der Villa Romana in einen transparenten häuslichen Raum. Beide Künstler arbeiten skulptural und kombinieren oft banale Fundstücke mit figurativer Plastik. Gemeinsam ist ihnen eine Zuwendung zum kleinen Format, in dem sich menschliche und animalische Figuren wie in einem heiter-absurden Welttheater positionieren. Beide Künstler, der eine Italiener, die andere Irin, leben bei Arezzo und kennen sich aus gemeinsamen Gruppenausstellungen. Untersuchung … von was ... bringt die Arbeiten der beiden erstmals in einen direkten Dialog.

Janet Mullarney, der noch bis September eine große Retrospektive im Irish Museum of Modern Art gewidmet ist, gilt als eine der bedeutendsten zeitgenössischen KünstlerInnen Irlands. Ihr Werk ist wesentlich ein skulpturales, aber sie arbeitet auch mit Zeichnungen, Collagen und Video. Ihre in jüngster Zeit kleinformatigen Skulpturen, aus Schwamm, Ton, Holz oder Karton gefertigt, verkörpern Einzelne oder Gruppen in imaginären szenischen Räumen. Anthropomorphe Tierfiguren zeugen von einem Anders-Sein, einem Bei-sich-Sein, einer Fragilität, Fremdheit und phantastischen Unabhängigkeit. Sie machen staunen und rühren an.

Die Bildsprache von Paolo Fabianis Skulpturen entspringt der Commedia dell'arte des 17. und 18. Jahrhunderts und zitiert volkstümliche Figuren wie die Pulcinella oder den Harlekin. Er fertigt sie aus Gips, Ton oder Kitt und belässt sie in einer rohen, zum Teil rissigen, skizzenhaften Form. Statt auf einen Sockel platziert er sie oft auf banale Gegenstände: Kartons, Teller, Elektrogeräte oder auch Autos. Diese Kombinationen haben etwas Spielerisches und Komisches: sie greifen den Ernst von Kunst und Leben an und schlagen stattdessen leichthändige plastische Begegnungen vor, mit dem Alltag, der Volkskultur und Kunstgeschichte.


Paolo Fabiani, 1962 in Montevarchi geboren, lebt in Pratovecchio. Er studierte an der Kunstakademie in Florenz. Seine Werke waren u.a auf dem Festival dei due Mondi in Spoleto (1991 und 1992), im National Museum of Contemporary Art in Seoul (1995), auf der Quadriennale di Roma (1996) und 2017 in der Galleria Nazionale d'Arte Moderna in Rom, zu sehen.

Janet Mullarney, 1952 in Dublin geboren, studierte ebenfalls in Florenz und lebt in Irland und Italien. Zur Zeit zeigt das Irish Museum of Modern Art in Dublin ihre Retrospektive mit begleitendem Katalog /Werkverzeichnis. 2008 stellte sie in der Casa Masaccio in San Giovanni Valdarno aus. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen in Irland, Italien, Holland, den USA und Mexiko vertreten.

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