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Vorschau

19.06.2019

Buchpräsentation
Gian Piero Frassinelli
Design e antropologia
Riflessioni di un non addetto ai lavori
Quodlibet 2019
mit Gianfranco Bombaci, Marco Brizzi und Gian Piero Frassinelli

19 Uhr

 3-Kanal-Video/Audio, 113 min


Gian Piero Frassinelli interessiert sich seit seinem Studium für eine Architekturanalyse aus kulturanthropologischer Sicht. Als Mitglied der radikalen Architektengruppe Superstudio setzte er die Anthropologie als Methode zur Untersuchung von Architektur und Design ein.
Jüngst ist er in einer Reihe von Vorträgen auf dieses Thema zurückgekommen, die in diesem Buch nun versammelt sind.  Anfangs widmet er sich der Analyse des Projekts, der Definition von Design und den damit verbundenen ethischen Problemen, um dann einige Beispiele für eine anthropologische Analyse von Gegenständen vorzuschlagen: der Bierflasche, der Schokoladentafel, der Handgranate, der Violinen und Pistolen, von den Gebrauchsgegenständen der Aborigines bis hin zu mathematischen und ökonomischen Modellen und der Wiederentdeckung des vergessenen, aber höchst aktuellen Designers Victor Papanek. Es handelt sich um eine unabhängige Recherche, die in Kontinuität mit den bei Superstudio gewonnenen Erfahrungen steht, oder wie Gianfranco Bombaci schreibt, "um eine Reise auf der Suche nach alternativen Wegen des Entwerfens, die oftmals nicht nur abgelehnt, sondern auch schwer ertragen werden, um eine neue, überraschende Route zur Realisation von Objekten und Räumen zu finden."


Gianfranco Bombaci (Rom, 1975) ist Architekt und Gründungsmitglied des Gemeinschaftsstudios 2A+P/A. Er ist Mitbegründer der Architekturzeitschrift San Rocco und der Architekturgalerie Campo in Rom. Er beteiligte sich an internationalen Entwurfswettbewerben und erhielt dafür Preise und Erwähnungen. Seine Projekte und Texte wurden in internationalen Zeitschriften und Büchern publiziert wie  Domus, Abitare, Architectural Review, L'Architecture d'Aujourd'hui, Costruire, Volume, Metamorfosi, A+t, Prototipo, Parametro, Archiworld, AR. Seine Arbeit wurde auf der 11., 13. und 14. Architekturbiennale in Venedig präsentiert und ist Bestandteil der Sammlung des Frac Centre von Orlèans. Er ist Gastdozent an der School of Architecture des Royal College of Art in London und Direktor der Designschule des IED in Rom.

Marco Brizzi (1967) ist Kritiker und Kurator von Initiativen, die mit Themen der Architektur und ihrer Kommunikation verbunden sind. Er lehrt Architectural Design an der California State University in Florenz, Theories of Architecture an der Kent State University in Florenz, Storia e pratiche di comunicazione del progetto an der Universität von San Marino. Er ist Gründer von Image (www.image-web.org), einer Forschungsgruppe, die sich für die Entwicklung der zeitgenössischen Architektur ausgehend von ihren Kommunikationsinstrumenten einsetzt. 2015 rief er the architecture player (www.architectureplayer.com) ins Leben, um ein reiches Erbe an Inhalten und Ideen zu teilen, die in einer umfangreichen Sammlung von Architekturvideos enthalten sind. Er ist Mitglied des Auswahlkomitees für den Mies van der Rohe Preis. Als Direktor von arch’it war er Finalist für die Medaglia d'Oro, den Kritikerpreis der Triennale Mailand.

Gian Piero Frassinelli (Porto San Giorgio, 1939) schloss 1968 sein Studium an der Architekturfakultät von Florenz ab und trat Superstudio bei, wo er in Projekte und Artikel zu Architektur und Anthropologie eingebunden war. Ab 1973 wirkte er am Kurs für ornamentale Plastik mit, den Adolfo Natalini an der Architekturfakultät von Florenz abhielt. Nach der Auflösung von Superstudio setzte er seine Laufbahn fort indem er sich Sanierungs- und Architekturprojekten widmete, von denen einige realisiert wurden, darunter das Vierwindenhuis - das Haus der vier Wände -, das 1990 in Amsterdam eingeweiht wurde. Von 2012 bis 2017 hielt er Anthropologiekurse beim IED, dem Europäischen Design Institut in Rom, ab. Seine Publikationen umfassen u.a.: Architettura impropria (Sagep, Genua 2017) und im Rahmen der Arbeit von Superstudio bei Quodlibet: La vita segreta del Monumento Continuo. Conversazioni con Gabriele Mastrigli (2015) e Opere 1966 - 1978, herausgegeben von G. Mastrigli (2016).

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