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Vorschau

08.11.                     13.12.2019

SEEDS FOR FUTURE MEMORIES
Teil 4 /ein Auszug
Johanna Bramble, Fabrice Monteiro, Leone Contini, Juan Pablo Macias, Aliou (Badou) Diack, Justin Randolph Thompson

Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, den 8. November, um 20 Uhr
laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung


rosa murales

Leone Contini, Trümmerberg, 2019, Foto: ACUD Galerie, Berlin


2018 reisten dreizehn europäische und afrikanische Künstlerinnen und Künstler nach Sinthian in Senegal und nach Florenz, um sich mit den aktuellen Realitäten des Kolonialismus auseinander zu setzen und gemeinsam einen ästhetischen und politischen Dialog zu entwickeln. Die Villa Romana in Florenz und die Thread Residency in Sinthian waren dabei Gastgeber und Partner.

In diesem Sommer wurden die künstlerischen Arbeiten, die aus dieser Recherche entstanden, in drei parallelen Ausstellungen in Berlin präsentiert. Einen Auszug dieser Präsentation zeigen wir nun in der Villa Romana, bevor das SEEDS - Kooperationsprojekt im Februar 2020 einen ersten Abschluss während des Festival de l’Union in Tambacounda /Senegal finden wird.

Die Ausstellung wird mit dem Symposium TRANSVERSE TRAJECTORIES. Speculative routes out of ruinous landscapes (08. - 10.11.2019) eröffnet. Ausstellung und Symposium werden im Rahmen von Cantiere Toscana von der Regione Toscana, gefördert.


Johanna Bramble (1976 in Paris geboren) ist Textilkünstlerin und Textildesignerin und lebt in Dakar. Sie gründete dort eine Webereiwerkstatt und das Label Johanna Bramble Créations, spezialisiert auf Inneneinrichtung und Accessoires. Ihre kommerziellen Textildesigns werden in der traditionellen senegalesischen Webtechnik gefertigt, in ihren künstlerischen Arbeiten erweitert sie die Grenzen dieses Erbes, indem sie moderne Materialien integriert und Techniken aus anderen Kulturen aufgreift.

Leone Contini (geboren 1976 in Florenz) studierte Philosophie und Kulturanthropologie an der Università degli Studi di Siena. Seine Forschungen konzentrieren sich auf interkulturelle Reibungen, Konflikt- und Machtverhältnisse, Vertreibung, Migration und Diaspora und bedienen sich der Werkzeuge der Anthropologie, um mittels Vortragsperformances, kollektiven Interventionen im öffentlichen Raum, textuellen und visuellen Erzählungen, Blogs oder Self-Publishing die Sphären des Gemeinsamen kurzzuschließen. Ausstellungen und Interventionen fanden statt in SAVVY Contemporary, Berlin (2019), Galerie ACUD, Berlin,(2019), Manifesta 12, Palermo, IT (2018), Museo delle Civiltà, Rom (2017), Mudec, Mailand (2017), Quadriennale, Rom (2016), Delfina Foundation, London (2017, 2015 and 2014), Khoj, Delhi (2014), Kunstraum, München (2014), Kunstverein, Amsterdam (2013).

Aliou 'Badou' Diack (geboren 1987 in Sidi Bougou, Mbour, Senegal) studierte an der Ecole Nationale des Arts (ENA) in Dakar. Sein visuelles Universum wird von hybriden Wesen in einem Prozess ständiger Metamorphose bewohnt: Ausgehend von einem Pool lokaler mündlicher Erzähltraditionen verhandeln die Zeichnungen die Rolle von Mensch, Tier und Natur im Zeitalter des Anthropozäns. Seine Arbeiten wurden ausgestellt in der Art X Lagos, Lagos (2017), Galerie Nationale des Arts, Dakar (2017), Hotel de la Mairie, Gorée, SN (2017), Regards sur cours, Saint Louis, SN (2017), Dak'Art OFF, Dakar (2018), Fondation Donwahi, Abidjan (2019) und Galerie Le Manège de l'Institute Francais, Dakar (2019).

Juan Pablo Macías (1974 in Mexico geboren) lebt in Livorno. Er studierte Bildende Kunst an der Universidad Complutense in Madrid und der Universidad de las Américas in Mexico. In seinen Arbeiten erforscht er das Verhältnis von Macht und Revolte. Mit seinen Aktionen, Interventionen, Archiv-Arbeiten und Publikationsprojekten erzeugt Macías Spannungen zwischen Institution, Kunst und sozialem Umfeld und entwickelt Konzepte, die direkt auf biologische, soziale und ökonomische Körper einwirken. Seine Werke wurden gezeigt auf der 2. Yinchuan Biennale, CN (2018), Museo Internacional del Barroco, Puebla, MX (2018), Center of Contemporary Art, Plovdiv, BG (2018), Italianische Botschaft, Berlin (2015), Goethe Institut, Sao Paolo (2015), 15. Jakarta Biennale, Jakarta (2013), Kunstraum München (2013), Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris (2012).

Fabrice Monteiro hat familiäre Wurzeln in Belgien und Benin, er lebt und arbeitet in Dakar. Nach seiner Ausbildung zum Industrieingenieur und einer Arbeit als Model ist er seit 2007 als Fotograf tätig. Sein Portfolio reicht von Fotojournalismus über Modefotografie bis hin zu Porträts. Afrika mit seiner Kultur, Gesellschaft und Religion ist die primäre Inspiration für seine Arbeit. Seine hybride Herkunft ermöglicht ihm die Vermeidung von exotischen Stereotypen und eröffnet stattdessen dritte Perspektiven. Monteiros Werke wurden in vielen internationalen Ausstellungen gezeigt, darunter Smithsonian Museum of African Art, Washington, US (2018), University of Michigan Musuem of Art, Michigan, US (2018), Museum of Contemporary Photography, Chicago, US (2018), Dak´Art Biennale, St. Louis (2018), Manifesta 12, Palermo (2018), Musee de l´Homme, Paris (2017), Hartware MedienKunstVerein, Dortmund (2017).

Justin Randolph Thompson, Bildhauer, Medienkünstler und Musiker, wurde 1979 in Peekskill, NY, geboren. Er lebt in Florenz, Italien und ist Mitbegründer des Black History Month Florence. Thompsons Arbeit erforscht die Bedeutungen von Kulturrelikten und die Transformationen ihrer Bedeutungen im Kontext der Diaspora. Mit einer ästhetischen Praxis, die großteils kollaborativ und interdisziplinär verfährt, schafft er Plattformen, die Gemeinschaft als temporäre Monumente begreift. Seine Arbeit zielt darauf ab, die Diskussionen um sozio-kulturelle Schichtungen und hierarchischen Organisationen zu vertiefen, indem er mittels Installationen und Klangperformances hybride, nichtlineare Verknüpfungen in der Geschichte und im aktuellen gesellschaftspolitischen Diskurs umreißt. Thompson stellte international aus und war artist-in-residence u.a. im Whitney Museum of American Art, New York, der Reina Sofia, Sofia und der American Academy in Rom.


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