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Vorschau

07.02.                     20.03.2020

Villa Romana-Preisträgerinnen 2020
Özlem Altin, Lydia Hamann /Kaj Osteroth, Alice Peragine, Amelia Umuhire

Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, den 07. Februar um 19 Uhr
laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

20 Uhr, Performance
Alice Peragine, I Keep You Fastened Tightly, 20’, 2020
 
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung


rosa murales

Lydia Hamann & Kaj Osteroth, Staying with the trouble, 2019, 140 x 240 cm, Öl auf Leinwand

Die Künstlerinnen Özlem Altin, Lydia Hamann /Kaj Osteroth, Alice Peragine und Amelia Umuhire sind die Villa Romana-Preisträgerinnen 2020. Sie wurden von der Künstlerin Michaela Melián und Yvette Mutumba, Kuratorin und Chefredakteurin des Magazins Contemporary And, nominiert. Sie werden bis Ende November im Künstlerhaus an der Via Senese leben und arbeiten. Wenige Tage nach ihrer Ankunft in Florenz stellen sie sich mit einer ersten gemeinsamen Ausstellung vor.


Özlem Altin
, 1977 in Goch geboren, lebt in Berlin. Sie studierte 2000 - 2003 an der ArtEZ Hogeschool voor de Kunsten, Arnheim und 2004 - 2006 am Piet Zwart Institute, Rotterdam. 2007 gründete sie den Verlag für Künstlerbücher Orient Press, Berlin. Sie entwickelt ihre Bücher ebenso wie ihre Ausstellungen aus Bildarchiven, seien es analoge oder digitale, institutionelle oder private. Sie beschneidet, collagiert, montiert, reproduziert und übermalt diese Bilder, so dass sie sich fast skulptural oder theatral in Bildensembles, in verschwiegene Konstellationen verwandeln. Özlem Altin nahm an der letzten Berlin Biennale 2018 teil und war 2019 auf der Istanbul Biennial vertreten. Seit mehr als zehn Jahren stellt sie international aus, 2019 widmete ihr Kunst Meran eine Einzelausstellung, 2015 zeigte u.a. das Witte de With in Rotterdam eine monografische Ausstellung, 2010 die Fondazione Morra Greco in Neapel. Özlem Altin war in sehr vielen Gruppenausstellungen vertreten, z.B. 2019 in 50 Jahre neue Gesellschaft, nGbk, Berlin,  2013 in Das Ende des 20. Jahrhunderts, Hamburger Bahnhof, Berlin und in Salon der Angst, Kunsthalle Wien. In Italien stellte sie u.a. 2010 in der NOMAS Foundation in Rom und 2016 in der Galerie SpazioA in Pistoia aus.

Lydia Hamann (1979) und Kaj Osteroth (1977) leben in Berlin und Brandenburg. Kaj Osteroth studierte bei Stan Douglas an der Universität der Künste, Berlin. 2008 beendete sie ihr Kunstgeschichts- und Ethnologiestudium an der Freien Universität Berlin. Lydia Hamann studierte Kunstgeschichte und Kulturwissenschaften, bevor sie an der Weißensee Kunsthochschule in Berlin bei Katharina Grosse, Antje Majewski und Judith Hopf studierte. Seit 2007 arbeiten Hamann & Osteroth als Malerinnen-Duo und befragen stereotypisierende Zuschreibungen, dominante eurozentristische Fiktionen, eigene Erfahrungen und Spielräume kollektiver Praxis. 2019 nahmen die beiden u.a. an der Ausstellung Histórias Feministas /Feminist Histories im MASP, São Paulo, teil. 2018 waren sie auf der Berlin Biennale vertreten, 2017 mit Feministischer Kunstunterricht bei dem Festival The Future is Female in den Sophiensälen Berlin und 2015 wurden ihre Arbeiten in der Ausstellung Unter Tage sind wir alle queer in der Kokerei Hansa in Dortmund gezeigt.

Alice Peragine (1986) lebt in Hamburg, wo sie bis 2016 bei Michaela Melián an der Hochschule für Bildende Künste studierte. 2010 schloss sie mit einem Bachelor of Arts in Kunstgeschichte /Bildende Kunst an der Universität Greifswald ab. Ihre Performances und Mixed-Media-Installationen sind ästhetische Versuchsanordnungen. Das ambivalente Verhältnis zwischen Absicherung, Gewalt und Verletzlichkeit ist Peragines Arbeiten stets zu eigen. Die einzelnen Elemente referieren Kontroll- und Überwachungsmechanismen sowie die Auswirkungen der Digitalisierung auf individuelle Körper. 2019 beschäftigte sie sich in einer Ausstellung im Kunstverein Dresden mit Mobilitäts- und Sicherheitstechnologien, im Jahr zuvor begann sie ein zweijähriges Forschungsprojekt, Dear Humans, an der TU Dresden mit AltanaGalerie, Dresden und war an der Bangkok Art Biennial beteiligt. 2016 nahm sie am Hamburger Performance-Festival What Time Is It on the Clock of the World? teil und 2015 an der Ausstellung mit Symposium Don´t touch, touch screen in den Kunst-Werken Berlin. Seit 2015 arbeitet Alice Peragine in verschiedenen Kontexten mit Corporation of People´s Situations (COPS), so 2019 bei der Transmediale, Haus der Kulturen der Welt, Berlin, 2018 im Künstlerhaus Dortmund und 2017 im Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg.

Amelia Umuhire (1991) wurde in Kigali, Ruanda geboren und lebt heute als Künstlerin und Filmemacherin in Berlin. 2015 schrieb und verfilmte sie ihre erste Netz-Serie Polyglot, bei der sie in Berlin und London entwurzelte junge Künstler aus Ruanda mit der Kamera begleitete. Die Serie wurde auf zahlreichen Festivals gezeigt, so beim Festival D´Angers, dem Tribeca Film Festival und dem Geneva International Film Festival wo sie 2015 als Best International Web Series ausgezeichnet wurde. Ihr Kurzfilm Mugabo, ist ein experimenteller Kurzfilm, der in Kigali der Frage nachgeht, wie man in seine Heimat zurückkehren und wie mit der Vergangenheit umgehen kann. Er wurde u.a. beim Blackstar Film Festival 2017 als Best Experimental Film ausgezeichnet und tourte in Nordamerika u.a. am MOCA Los Angeles, MCA Chicago, dem Ann-Arbor Film Festival und dem Smithsonian African American Film Fest. 2018 produzierte Amelia Umuhire das Radio Feature Vaterland für den Deutschlandfunk Kultur, es folgt der Geschichte ihres Vaters Innocent Seminega als junger Student, Lehrer, Ehemann und Vater bis zu seinem Tod in den Händen der Hutu-Extremisten. Im Februar 2019 hatte Amelia Umuhire ihre erste Einzelausstellung bei Decad Berlin.

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