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Vorschau

29.10.2020 /verschoben
Aufgrund technischer Schwierigkeiten wird die Veranstaltung verschoben. Information über den neuen Termin gibt es in Kürze auf Social Media und unserer Webseite.

Online-Konferenz
The Broken Archive: Black Italy
mit Ingrid Greenfield, Angelica Pesarini, Maria Stella Rognoni, Eike Schmidt, Justin Randolph Thompson

19 Uhr

Stream auf
hkw.de/thewholelife
villaromana.org

Die Konferenz wird auf englisch abgehalten.


rosa murales

Piero di Cosimo, Perseo libera Andromeda (Detail), 1510 - 1515, Galleria degli Uffizi, Florenz (Public domain via Wikimedia Commons)


Das Fest- und Fortschreiben von Geschichte ist zugleich eine Form der Auslöschung und des Verlusts. Italien ist seit Jahrhunderten ein Einwanderungsland; ein Fünftel der ausländischen Bürgerinnen und Bürger in Italien ist heute afrikanischer Herkunft. Doch werden die Kulturen der afrodiasporischen Communities aus dem Kanon ausgeblendet. Wie – und von wem – kann Geschichte neu erzählt werden?

Afrodiasporische Spuren bleiben weitgehend unsichtbar – seit den kolonialen Eroberungen bis heute. Sie sind allenfalls in vernachlässigten Archiven der Kolonialzeit zu finden. Ihre Präsenz in musealen Sammlungen bleibt stumm. So wird ein Kanon (re)produziert, der zahllose Akteurinnen und Akteure und Hinterlassenschaften der Vergangenheit dauerhaft ausschließt. Wie sind Archive, Sammlungen und Museen in diese Prozesse involviert?

Der afroamerikanische Künstler Justin Randolph Thompson hat seit 2016 mit seiner Initiative Black History Month Florence ein Netzwerk für Schwarze Kulturproduktion aufgebaut, welche die Diversität der afrodiasporischen Kulturen in Italien feiert.

Mit dem Projekt On Being Present: Recovering Blackness in the Uffizi Galleries haben seine Recherchen nun auch den Kanon selbst involviert: Das virtuelle Ausstellungsprojekt mit der Uffizien-Galerie analysiert die bislang sprachlose Repräsentation von Black Lives in der Gemäldesammlung des Museums und öffnet so neue Zugänge zu einer anderen Geschichtsschreibung.

Mit weiteren Expertinnen und Experten diskutiert er vor Ort über die Sichtbarmachung von Blackness im Selbstverständnis der Renaissancestadt Florenz und einer der bedeutendsten europäischen Kunstsammlungen. Wie können Geschichte und Gegenwart neue Perspektiven jenseits kolonialer Hegemonien eröffnen?

Teil der Reihe The Broken Archive – eine Kooperation von Villa Romana und HKW im Rahmen von Das ganze Leben. Ein Archiv-Projekt


mit
Ingrid Greenfield, Tatti – The Harvard University Center for Italian Renaissance Studies
Angelica Pesarini, NYU Florence
Maria Stella Rognoni, Università degli Studi di Firenze
Eike Schmidt, Galleria degli Uffizi
Justin Randolph Thompson, Künstler, Mit-Initiator Black History Month Florence


in Zusammenarbeit mit

gefördert durch das Auswärtige Amt

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