Villa Romana Logo
Villa Romana

 

Jury: Preisträger 2009

 

Susanne Titz


ist seit Oktober 2004 Direktorin des Museum Abteiberg in Mönchengladbach, das im vergangenen Herbst nach umfangreichen Sanierungsarbeiten mit einer Neuordnung der Sammlungsbestände wiedereröffnet wurde. 1964 in Stolberg geboren, studierte Susanne Titz Kunstgeschichte, Geschichte, Sprach- und 

Literaturwissenschaften in Köln, Hamburg und Bonn und beendete ihr Studium mit einer Magisterarbeit über den Einfluss des Strukturalismus auf die US-amerikanische Kunst der 1960er und 1970er Jahre. Im Anschluss war sie Stipendiatin der Ludwig-Stiftung für internationale Kunst und Verständigung in New York. Seit 1997 leitete sie den Neuen Aachener Kunstverein, der 2000 den „Adam Elsheimer-Preis“ für herausragende Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramme europäischer Kunstvereine erhielt. Zu ihren Aachener Projekten zählten frühe Einzelausstellungen von Franz Ackermann, Fiona Banner, William Engelen, Morgan Fisher, Anne-Mie Van Kerckhoven, Rita McBride, Lucy McKenzie, Jonathan Meese, Anselm Reyle, Andreas Siekmann, Catherine Sullivan, Corinne Wasmuht u.a.m. sowie viele interdisziplinäre Konzepte: "Valie Export.Psycho-Prognose" (1998), "Modell, Modell..." (2000; mit Björn Dahlem, Christian Jankowski, Peter Piller, Daniel Roth, Edwin Zwakman u.a.), "Wiederaufnahme/Retake" (2001; mit Dave Allen, Andrea Bowers, Annika Eriksson, Rodney Graham, Christian Marclay, Hans Niehus, Adrian Piper, Slave Pianos).

 

 

Eran Schaerf

 

1962 in Tel Aviv geboren und seit 1985 in Berlin lebend, kreiert in seinen Arbeiten Texturen, die historische und gegenwärtige politische Phänomene sowie individuelle und persönliche Erfahrungen verweben. Versatzstücke aus Philosophie, Architekturgeschichte und Design finden Eingang in seine Narrationen, die sich unterschiedlichster Medien bedienen. Wiederholt verwendet er das Prinzip des Re-enactments, wodurch sich unterschiedliche Zeit- und Erzählebenen wie Sedimente übereinander schichten und Vorausgegangenes neu beleuchten. Eran Schaerf war an zahlreichen internationalen Ausstellungen beteiligt, so der documenta 9 (1992), Sonsbeek `93 in Arnheim, der Manifesta 2 in Luxemburg und den skulptur projekten münster 2007. Schaerf studierte Architektur und Städtebau sowie Video und Fotografie. Seit Mitte der neunziger Jahre arbeitet Eran Schaerf auch mit der Philosophin Eva  Meyer zusammen und zwar vor allem  an der Produktion von Hörspielen und Filmen. In der tonlosen Filmversion 'Europa von weitem' (1999) bspw. zeigen sie alltägliche Szenen in unterschiedlichen Städten Europas , die in einer dritten Version mit einem gleichnamigen Hörspiel verbunden werden, das ohne Kenntnis der Filmbilder komponiert wurde und in der synchronen Wahrnehmung Synergien hervorruft.


Villa Romana Florenz 

Jury: Preisträger 2008

 

Ayse Erkmen

 

Künstlerin, 1949 in Istanbul geboren, lebt in Istanbul und Berlin. 1993 erhielt Ayse Erkmen das Stipendium des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, seit 1998 lehrte sie als Gastdozentin an der Gesamthochschule Kassel, ab 2000 als Gastprofessorin an der Städelschule in Frankfurt / Main.
Ayse Erkmen ist mit ihren – oft temporären – künstlerischen Eingriffen international renommiert und nahm u.a. an verschiedenen Ausgaben der Istanbul Biennale, an der Manifesta 1 in Rotterdam (1996), der Kwangju Biennale (2000) und der Berlin Biennale (2001) teil. Spektakulär war ihr Beitrag zu den Skulptur Projekten Münster 1997 und ihr Projekt „Shipped Ships“ (2001) der Deutschen Bank in Frankfurt. Einzelausstellungen wurden Ayse Erkmen u.a. im Palais des Beaux Arts in Brüssel (2004) und in der Secession Wien (2002) eingerichtet.

 

 

Beatrice von Bismarck

 

Kunsthistorikerin, lebt in Leipzig und Berlin, promovierte am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin. Von 1990 bis 1993 war sie als Leiterin der Abteilung 20. Jahrhundert im Städelschen Kunstinstitut, Frankfurt a. M. tätig. Während ihrer Lehre an der Universität Lüneburg (1993 bis 1999) begründete sie den Kunstraum der Universität Lüneburg mit und leitete ihn. Seit 2000 ist Beatrice von Bismarck Professorin für Kunstgeschichte und Bildwissenschaft an der HGB Leipzig sowie Programmleiterin der Hochschulgalerie, seit 2003 zudem Prorektorin.
Im Zentrum ihrer Arbeitsweise stehen Theorie und Praxis verbindende Ansätze kultureller Produktion. Zu ihren aktuellen Untersuchungsgebieten zählen der künstlerische Arbeitsbegriff, die ästhetischen, sozialen und politischen Potentiale kuratorischen Handelns, die Konsequenzen der Globalisierung für das kulturelle Feld und die Funktionen des postmodernen Künstlerbilds.

 

Villa Romana
[en][it]