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Ausstellungen

05.05.                     30.05.2008

Rosa Barba

 

Radio Papesse im Gespräch mit Rosa Barba.

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Ausstellungsansichten

Western Round Table

Western Round Table, (2007), 2 films, 16mm, optical sound

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Rosa Barba, 1972 in Agrigent geboren, untersucht und verschiebt in ihren Film-Installationen die verschiedenen medialen Ebenen des Kinos: Bild, Ton, Text und Projektion. Die Zeitbasiertheit des Films benutzt sie, um das Gefilmte zwischen Dokument und Fiktion aufzuheben. Gegenstand ihrer Aufnahmen sind oft Orte und Räume in einer Ambivalenz zwischen archäologischer Stätte und futuristischem Szenario. Soziale Architekturen und Ereignisse werden fiktiv aufgebaut und öffnen sich so neuen Möglichkeiten und Erwartungen.

In der Villa Romana präsentiert Rosa Barba neue Arbeiten, die im Anschluss an einen Aufenthalt in der Mojawe Wüste im Nordwesten Kaliforniens entstanden. Während des zweiten Weltkriegs diente die Gegend als militärisches Versuchsgelände, bis heute fanden dort die verschiedensten Waffentests statt (von der Atombombe bis zu Hochgeschwindigkeitsfahrzeugen). Geisterstädte, Bunker, der weltweit größte Flugzeugfriedhof, Halden von Metallabfällen, Wohnwagenparks und gigantische Solarstromanlagen haben diese Wüste in einen quasi kinematografischen Schauplatz verwandelt. Rosa Barba isoliert in ihren 16 und 35mm Filmen Ansichten der High-Tech-Anlagen zu nahezu kultischen Einbildungen eines technologischen wie religiösen Fundamentalismus und kommentiert sie mit Statements lokaler Anwohner.

Rosa Barba, die in Amsterdam und Köln lebt, war in den vergangenen Monaten Gastkünstlerin des IASPIS / International Artists’ Studio Program in Stockholm und nimmt in diesem Jahr an der von Francesco Bonami im Palazzo Grassi kuratierten Ausstellung Italics teil. Während Rosa Barba in den vergangenen Jahren an zahlreichen internationalen Ausstellungen (u.a. DIA Art Foundation, New York; Stedelijk Museum Bureau, Amsterdam; Baltic Art Center, Visby, Schweden; Transmission Gallery, Glasgow; Argos, Brüsse; Kunsthalle Düsseldorf; 1st Thessaloniki Biennale of Contemporary Art, Griechenland) und weltweiten Filmfestivals teilnahm (u.a. Toronto, Montreal, Rotterdam, Oberhausen, Seoul, Lyon, Madrid), ist ihre Präsentation in der Villa Romana die erste Einzelausstellung in Italien.

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